Makkabi Lehrgang - Basketball U16

06.10.2014 18:52 Uhr

Nicht mal drei Monate nach dem ersten Lehrgang für die EMG2015 in Berlin, stand schon der Nächste an. Erneut in der Sportschule Wedau in Duisburg. Aufgrund mehrerer Absagen, die teilweise erst sehr kurzfristig kamen, gab es bei diesem Lehrgang nur 6 Spieler, die für die Basketball U16 gesichtet wurden. Nichtsdestotrotz ging man motiviert und engagiert zu Werke.

 

Nachdem der Frankfurter Bus wie gewohnt zu spät ankam, versammelte sich die ganze Jugend, welche den Lehrgang besuchte, im Saal unter der Aula. Es folgte eine schöne, packende Ansprache und ein schnelles Gebet, da ja der Schabbat begann. Nun konnte endlich gegessen werden. Doch richtig spannend wurde es erst nach dem Essen. Denn nun stand das erste Training an. Da die Basketball-U18 ebenfalls nur 6 Spieler sichtete, teilten sich beide Teams die große Mehrzweckhalle. Natürlich fragt man sich erst einmal: „Wie kann ich mit 6 Spielern einen Vernünftigen Lehrgang absolvieren?“. Doch Coach Jolly wusste die Antwort und baute das Wochenende durch Individualtrainingseinheiten auf. Teamsysteme konnten nicht im Vordergrund stehen. Pünktlich um 22:30 war verdiente Bettruhe für die Jugendlichen.

 

Samstags ist gewohnt der anstrengendste Tag eines jeden Lehrgangs. Diesmal war das nicht anders: 8:15 Uhr Frühstück, 9:30 Uhr erste Trainingseinheit. Als das geschafft war, hatten sich die Spieler eine kleine Pause verdient. Nach einem deliziösen Mittagessen, folgte ein Programm, welches Adrian Ben-Schlomo mit ein paar Betreuern und Madrichot vorbereitet hatte. Dabei sollten sich alle Spieler des Lehrgangs näher kennen lernen, da sie ansonsten immer nur intern in ihren Teams korrespondieren. Kaum eine Stunde nach diesem unterhaltsamen Programm, um 16 Uhr, stand auch schon die nächste Trainingseinheit an. Die Erschöpfung war den Jungs anzumerken, jedoch sah man bei jedem einzelnen auch den Willen sich zu verbessern. Die Jungs bekamen im Training viel die Möglichkeit sich individuell zu verbessern. Es wurden Drills durchgeführt, bei denen ihr Wurf, ihr Dribbling oder auch ihre Passfähigkeiten verbessert wurden. Nach diesem intensiven Training, folgte um 18:30 Uhr das langersehnte Abendessen.

 

Wer glaubte der Samstag sei vorbei, der irrt! Denn um 20 Uhr stand das beliebteste Training auf dem Programm. U16 und U18 wurden zusammen in der Halle von Fitnesscoach Linir Mizrahi trainiert. Das bedeutete für die Spieler: Schwitzen. Denn bei Linir lernten sie unzählige Übungen, mit der sie Körperstabilität, Athletik, Kraft und vieles mehr verbessern konnten. Solch eine Gelegenheit bietet sich nicht oft, dementsprechend sollte man es wertschätzen. Leider verstanden nur wenige der Spieler dies. Dennoch profitierten alle davon. Nach den intensivsten 90min des Tages, hatten sich die Basketballer endlich die langersehnte Mütze Schlaf verdient. Der Lehrgang näherte sich seinem Ende.

 

Der Sonntag ging schnell um. Gewohnt um 8:15 Uhr wurde gefrühstückt und um 9:30 Uhr stand die letzte Trainingseinheit des Lehrgangs an. Diese nutzte der Coach, um gelegentlich einzelne Spieler zur Seite zu nehmen und ihnen ein Feedback für das vergangene Wochenende und Tipps für die Zukunft zu geben. Nach dem Training wurde gepackt, bis 12:30 Uhr ausgecheckt, anschließend Mittag gegessen und zu guter Letzt reiste jeder Heim.

 

Zusammenfassend war das Wochenende ein gelungener Lehrgang, auch aus der Sicht der U16-Basketballer. Auch wenn wir aufgrund der Spieleranzahl von Anfang an limitiert waren, so haben wir doch eine Menge draus gemacht. Besonders schön zu beobachten, war die individuelle basketballerische Verbesserung der einzelnen Spieler, im Vergleich zum letzten Lehrgang. Jeder Spieler ist motiviert besser zu werden und in Berlin 2015 gut zu spielen. Doch ein viel größeres Problem, ist die Quantität an Spielern. Sechs Spieler sind zu wenig. Doch Hoffnung bleibt: Zählt man Spieler dazu, die nur für diesen Lehrgang abgesagt haben, und welche, die auf noch keinem Lehrgang waren, jedoch beim Nächsten dabei sind, so wird man doch noch genug Spieler zu haben, um eine Mannschaft zu stellen. Letztendlich liegt es ja an den Spielern, ob sie bei einem riesigen Event mit tausenden jüdischen Athleten in Berlin dabei sein wollen, oder nicht.