Makkabi Tischtennis Lehrgang vom 31.10.14 bis 02.11.14 in Grenzau – Nothing Compares 2 U

05.11.2014 17:08 Uhr

 

Makkabi Tischtennis Lehrgang vom 31.10.14 bis 02.11.14 in Grenzau –

Nothing Compares 2 U


 
Zurückgekommen vom Makkabi-Lehrgang musste ich zunächst feststellen, dass es entspannend ist, zu Hause zu sein. Genauso stark fühle ich allerdings auch, dass mir einiges fehlt: das eben noch da gewesene Gelächter der Junioren, die wahrscheinlich zu lange auf geblieben sind, das rhythmische Klick-Klack des Pingpong, die vertrauten Gespräche mit Freunden und die von Grund auf wohltuende Atmosphäre des Makkabi-Geistes.


Aber der Reihe nach:

Nach einem geordneten und zum Brauch gehörenden Check-In-Balagan am Freitagabend drangen wir bei der Vorstellungsrunde in wohl gehütete Geheimnisse des Alters und bei manchen sogar des Gewichts hinein. Beim Kerzenzünden war unsere jüngste dreijährige Nachwuchsspielerin fest am Start, die eigenständig die Bracha aufsagen konnte. Der Kiddush lief nach der Tradition: „Leute, yalla, wir haben bald Training!“ ab. Für genügend kreative Kippot wurde selbstverständlich auch gesorgt.


Nachdem beim ersten Aufwärmen unerklärlicherweise O'Connors melancholisches "Nothing Compares 2 U" durch die Halle dröhnte, drehte Katha den Spieß um und von da an begleiteten uns anmutige Klänge des auf der Maccabiah 2013 komponierten Songs "One banana, two banana, [lalalla] from Ra'anana".


Das Training war hart, intensiv und anstrengend, denn die Adleraugen des Trainers haben fast jeden Fehler wahrgenommen. Beim Balleimer holte er unsere letzte Kraft und noch ein bisschen mehr aus uns raus. Angespornt von seinem charmanten Lächeln wollte der weibliche Part sich von der besten (Tischtennis-) Seite zeigen und der männliche Part bewies seine volle Manneskraft, was sich in einer erhöhten Treffsicherheit äußerte. Wir fühlten uns danach wie ausgepresste Orangen und das ist auch gut so! Beinarbeit, Präzision, Taktik, all das haben wir gelernt. Wir lieferten uns spannende Duelle: jung gegen nicht mehr ganz so jung, Mädchen gegen Junge, ernsthaft und auch witzig zugleich. Wo sonst gibt es noch so etwas? Das gleiche Prozedere wiederholte sich am Samstag und Sonntag. Wem das nicht genug war, der konnte sich dem abendlichen Jogging durch den wunderschönen naturbelassenen Westerwald, dem frühmorgendlichen Schwimmprogramm oder einem einladenden Spaziergang in der idyllischen Landschaft anschließen. Bereichert wurde der Aufenthalt durch die Möglichkeit, Bundesligisten in Aktion zu erleben. Über die Kroketten und die Apfelschorle wisst ihr schon Bescheid. Die Abende haben wir bei Manni in einer gemütlichen Runde ausklingen lassen.

Es stimmt: es gibt sie, diese wundervoll starke und Rückhalt gewährende Makkabi-Mischpacha. Deshalb ist es in Wirklichkeit so, dass ich gar nicht erst von zu Hause weg gewesen bin. Ich bin von einem zu Hause in ein anderes gekommen, beide sind die meinigen und es fühlt sich gut an. Wir alle zusammen sind es, die diese Atmosphäre geschaffen haben und sie ist etwas für die Seele.


Wir freuen uns riesig auf den nächsten Lehrgang und auf die EMG 2015 bei uns zu Hause!



Makkabi Chai!

 

Diana Roif